Liza Ferschtman, Violine

 

Die niederländische Geigerin Liza Ferschtman gilt als eine der markantesten Künstlerinnen ihrer Generation. Sie ist für die Leidenschaftlichkeit ihrer Darbietungen, interessante Programme und ihre kommunikativen Fähigkeiten auf der Bühne bekannt. Sei es mit Konzerten, Kammermusik, Rezitals oder Solowerken: in allen Genres ist Liza Ferschtman auf dem Konzertpodium zu Hause. Im Jahr 2006 erhielt sie die höchste Auszeichnung, die ein niederländischer Musiker verliehen bekommen kann: den Nederlandse Muziekprijs.
Geboren in eine Familie von russischen Musikern, Liza Ferschtman wuchs umgeben von Musik auf. Einer ihrer frühesten wichtigsten Einflüsse war der Geiger Philipp Hirschhorn, ein enger Freund der Familie. Ihre formale Ausbildung erhielt sie von Herman Krebbers am Amsterdamer Konservatorium, Ida Kavafian am Curtis Institute in Philadelphia und David Takeno in London.
Liza Ferschtman ist mit wichtigen internationalen Orchestern aufgetreten: Royal Concertgebouw Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Orchestre National de Belgique, Stockholm Philharmonic, European Union Youth Orchestra, Israel Symphony Orchestra, Orchestra di Padova e del Veneto, Rundfunksinfonieorchester Prag, Malaysian Philharmonic und Yomiuru Nippon Orchestra. In Deutschland war sie Solistin vom Schleswig Holstein Festival-Orchester, den Bochumer Symphonikern und den Bremer Philharmonikern aufgetreten. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Frans Brüggen, Christoph von Dohnányi, Ludovic Morlot, Gianandrea Noseda, Leonard Slatkin, Walter Weller, Jaap van Zweden, Dmitri Sitkovetsky, Steven Sloane, Mario Venzago und Neeme Järvi.
Eine vielfältig engagierte Kammermusikerin ist Liza Ferschtman auch. Mit Partnern wie Inon Barnatan, Jonathan Biss, Nobuko Imai, Elisabeth Leonskaja, Enrico Pace, Christian Poltera, Lars Anders Tomter und Alisa Weilerstein hat sie zusammengearbeitet. Neben Auftritten auf zahlreichen internationalen Kammermusik Festivals wie Ravinia, Festspielfrühling Rügen mit dem Fauré Quartett, den Musiktagen Hitzacker und den Festivals des Auryn Quartetts in Este/Italien und Mondsee, war sie auf internationalen Bühnen zu Gast: Alice Tully Hall in New York, Library of Congress in Washington, Wigmore Hall in London, Brahms Saal im Wiener Musikverein sowie im Concertgebouw Amsterdam.
2007 übernahm Liza Ferschtman von Isabelle van Keulen die künstlerische Leitung des bedeutendsten niederländischen Kammermusikfestivals in Delft. Während ihrer Amtszeit hat sich das Festival einen Namen gemacht für sein gewagtes Programm und die lebhaften Autritte von Künstlern aus der ganzen Welt.
Höhepunkte der Saison 2012/13 waren: Ihre Aufführung von Bernsteins "Serenade" mit dem Budapest Festival Orchester unter der Leitung von Iván Fischer, die auf einer Tournee in Budapest, Amsterdam, New York und Montréal von der Kritik hoch gelobt wurde; und die Darbietung der kompletten Werke für Violine solo von J.S. Bach an zwei Abenden in Amsterdam.
Liza Ferschtman debütiert in der aktuellen Saison mit der Staatskapelle Weimar und den Essener Philharmonikern. Mit Kammermusik ist sie in der Liederhalle Stuttgart und im Beethoven Haus Bonn zu hören. Internationale Debüts gibt sie mit dem BBC National Orchestra of Wales und dem London Philharmonic Orchestra.
 
 
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